„Die Brunnen der Wüste“ – 1001 Nacht im unbekannten Saudi-Arabien, 01.10. bis 13.10.2025
Saudi-Arabien? Ja, unbedingt! Dieses Land öffnet sich dem Tourismus, und zwar mit unglaublicher Geschwindigkeit, vor Jahren noch undenkbar. Elektronische Visabeschaffung, keine Kleiderverordnungen mehr für mitreisende Damen, kein Kopftuchzwang: Man staunt über die vielen Lockerungen und erwartet täglich mehr.
Unsere ersten drei Reisen in das bislang verschlossene Land der Familie Saud war ein großer Erfolg, die Gäste waren begeistert, ihre Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen. Die herrliche Lehmarchitektur des Südens, die grünen Berge von Asir, wo große Scharen von endemischen Pavianen ihr Unwesen treiben, grandiose Gebirgszüge und unbeschreibliche Wüstenimpressionen, man hätte noch wochenlang weiterreisen mögen. Niemand konnte genug bekommen von all diesen wunderbaren Eindrücken.
Mit dem Schnellzug von Dschidda nach Medina – dort zu übernachten, das wäre vor ein paar Jahren undenkbar gewesen. Inzwischen dürfen „Ungläubige“ sogar vordringen bis zur Umzäunung der Grabmoschee des Propheten Mohammed. Unzählige Gläubige lassen sich zum Gebet nieder, die Stimmung ist heiter und wir warten nur noch darauf, dass sich selbst die Heilige Stadt Mekka eines Tages den Reisenden öffnet. (Durchgefahren sind wir schon!)
Über alte Karawanenstraßen mit grandiosen Felsinschriften gelangen wir auf Touristen bislang unzugänglichen Wegen zu den Brunnen der Wüste, durchstreifen jahrhundertealte Gassen mit ihren verfallenen und malerischen Lehmhäusern, wandeln zwischen Millionen von Dattelpalmen und lauschen unserem Märchenerzähler. Und erreichen schließlich das vielgepriesene Al-‘Ula, die große Lehmstadt und Oase hoch oben im Norden des Landes.
Die Berge tanzen, Dschinnen und Afarits lauern hinter den bizarren Felsen, Kamele verstecken sich zwischen den Wadis. Elefanten und Sphingen aus Fels blockieren die Wege, bärtige Wüstenscheichs führen uns zu den Gräbern der Nabatäer und entführen uns in enge Schluchten voller Felszeichnungen. Aus der Götterperspektive genießen wir die Landschaft, das Grün der zahllosen Palmen, die riesigen Metropolen der Vergangenheit.
Am Ende sind wir nur traurig, dass die Reise nicht noch viel länger dauert, dass dieser Traum aus 1001 Nacht viel zu schnell zu Ende geht ...